Buchtipp „Zugvögel“

Am 29. Oktober 2020 erschien unser 48. Buchtipp im Solinger Tageblatt:

Tieftraurige Geschichte eines Lebens
Zugvögel

Daniela (li) und Penelope (re) mit ihrem Buchtipp

Zwei Buchhändlerinnen.
Ein Buch.
Zweimal Begeisterung:

Daniela: „Zugvögel“ ist ein Buch, das mir in der Flut der Neuerscheinungen erst einmal wegen des wunderschönen Covers aufgefallen ist. Der zweite Grund, warum ich es lesen wollte, war, dass ich wohl keinen Zugvögelschwarm am Himmel beobachten kann, ohne Tränen in den Augen zu haben. Für mich ist das immer ein beeindruckendes Naturerlebnis. Auf das, was mich dann in diesem Buch erwartet hat, war ich jedoch nicht im geringsten vorbereitet: Wir folgen der Protagonistin Franny auf ihrer Reise den letzten Küstenseeschwalben hinterher. Ein ruhiges Buch, das tieftraurig und wunderschön zugleich ist. Die Geschichte eines ganzen Lebens, einer großen Liebe und noch größeren Mutes.

Penelope: Ich hatte eigentlich keine Lust ein Buch über Vögel zu lesen, und tat es nur, weil Daniela so begeistert war. Je länger ich Franny auf ihrer beschwerlichen Reise von der Arktis zur Antarktis folgte, von den ganzen Widrigkeiten las, die sie auf sich nimmt, desto mehr wuchs meine Bewunderung für ihre Hartnäckigkeit und ihren unbedingten Willen es bis zur Antarktis zu schaffen. Und je mehr Details ich aus ihrer Vergangenheit erfuhr, die Beweggründe für ihre Reise, desto ergreifender wurde es. Das Buch hat mich ganz tief in meinem Inneren berührt ohne dass ich sagen könnte woran das genau liegt.

Charlotte McConaghy, Zugvögel, aus dem Englischen von Tanja Handels, S. Fischer Verlag 2020, 398 Seiten, 22,- €

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