Buchtipp “Die Namen”

Florence Knapps Roman „Die Namen“ wird vom Verlag als Gedankenexperiment beworben:

Namen

Wie sehr beeinflusst ein Name den Verlauf eines Lebens? Die Ausgangssituation ist folgende: Eine Mutter geht mit ihrer Tochter zur Behörde, um den Namen ihres neugeborenen Sohnes eintragen zu lassen. Der Vater möchte Gordon, die Mutter Julian, die Tochter Bear. Aus diesen drei Namensvorschlägen entwickelt Florence Knapp drei parallele Erzählstränge und drei mögliche Versionen desselben Lebens.

Penelope – Caro – Ingo

Penelope und Caro sind von diesem Roman gleichermaßen begeistert. Mich hat ein 700 Seiten starker Agentenroman, den ich hier im September vorstellen werde, so in Beschlag genommen, dass ich „Die Namen“ nicht mehr rechtzeitig zum Abgabetermin lesen konnte.

Penelope, die derzeit in Kur ist, schrieb, ich solle unbedingt erwähnen, dass häusliche Gewalt zu den zentralen Themen des Romans gehöre. Caro, die meine Buchtipps immer konstruktiv, aber auch rigide korrigiert, betonte, dass hier eigentlich nicht die Macht von Namen verhandelt wird, sondern die Reaktionen des Vaters und ihre Folgen – eines nach außen angesehenen Arztes – auf die Namenswahl.

Begeisterung – Übermittler

Penelope und Caro sind sich einig: Was als Spiel mit drei möglichen Namen beginnt, entwickelt sich zu einem Familienroman von großer emotionaler Wucht – und ich bin heute hier der Übermittler ihrer Begeisterung.

Florence Knapp, Die Namen, aus dem Englischen von Lisa Kögeböhn, Eichborn Verlag 2026, 352 Seiten, 24,- €.

Erschienen am 25.Juni 2026 im Solinger Tageblatt als 104. Schatzinsel-Buchtipp.

Danke an Caro, die diesmnal kaum Einwände hatte und die sich selbst nicht korrigieren musste.

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